Konformitätsbescheinigung und Gutachten für Agri-PV Anlagen. Ihr DIN SPEC 91434 Zertifikat von geprüften Agri-PV Experten.
Geprüfte Qualität
Von Behörden, Netzbetreibern und Banken anerkannt
Schnelle Abwicklung
Von Ersteinschätzung zu Zertifikat in weniger als 2 Wochen
Langjährige Erfahrung
> 350 MW an Projekten erfolgreich begleitet
Die Agri-PV Zertifizierung nach DIN SPEC 91434 ist der anerkannte Nachweis, dass eine Agri-Photovoltaik-Anlage die Anforderungen an die gleichzeitige landwirtschaftliche und energetische Nutzung einer Fläche erfüllt. Eine gültige Konformitätsbescheinigung ist Voraussetzung für den EEG-Technologiebonus, die EEG-Festvergütung (für Anlagen < 1 MWp), die bauliche Privilegierung nach § 35 BauGB sowie die Sicherung von GAP-Zahlungen (Gemeinsame Agrarpolitik) auf der genutzten Fläche. Ohne zertifizierte Konformität riskieren Betreiber den Verlust dieser finanziellen Vorteile.
Eine Agri-PV Konformitätsbescheinigung wird benötigt, sobald eine Photovoltaik-Anlage auf landwirtschaftlich genutzter Fläche errichtet wird und der Betreiber den EEG-Technologiebonus, die EEG-Festvergütung (für Anlagen < 1 MWp) oder die bauliche Privilegierung in Anspruch nehmen möchte. Projektentwickler sichern damit die Wirtschaftlichkeit ihrer Projekte ab. Landwirte erhalten die Garantie, dass ihre Direktzahlungen erhalten bleiben. Banken und Investoren fordern die Bescheinigung zunehmend als Finanzierungsvoraussetzung, da sie das regulatorische Risiko minimiert. Auch bei der Bauleitplanung verlangen Kommunen und Behörden immer häufiger den Nachweis der DIN-SPEC-Konformität.
Als autorisierte Konformitätsbewertungsstelle prüft PV Siegel die Einhaltung aller Anforderungen der DIN SPEC 91434 in einem mehrstufigen Verfahren: die Bewertung des Flächenverlusts, der lichten Höhe, der Reihenabstände sowie des gesamten Nutzungskonzepts. Die Prüfung umfasst eine Konzeptprüfung vor Baubeginn, eine Baukontrolle nach Errichtung und die laufende Nutzungskontrolle mit Re-Audits alle drei Jahre. Unsere Ersteinschätzung erhalten Sie innerhalb von 48 Stunden, die vollständige Konzeptprüfung in unter 10 Tagen.
Die DIN SPEC 91434 unterscheidet zwischen Kategorie I (hoch aufgeständert) und Kategorie II (bodennah). Details zu den Unterschieden, den jeweiligen Grenzwerten für lichte Höhe und Flächenverlust sowie zur konkreten Bau- und Nutzungskontrolle finden Sie in unseren Fachartikeln: Kategorie I vs. II im Vergleich und Bau- & Nutzungskontrolle im Detail.
Die DIN SPEC 91434 „Agri-Photovoltaik-Anlagen – Anforderungen an die landwirtschaftliche Hauptnutzung“ ist seit Mai 2021 das maßgebliche Regelwerk für Agri-PV in Deutschland. Sie definiert, wann eine Fläche trotz PV-Anlage weiterhin landwirtschaftlich hauptgenutzt wird, und legt dafür prüfbare Kriterien fest: den zulässigen Verlust landwirtschaftlich nutzbarer Fläche, den Mindestertrag der Kultur im Vergleich zu einer Referenzfläche, die Bewirtschaftbarkeit mit den vorgesehenen Maschinen, die Lichtverfügbarkeit für die Pflanzen sowie Anforderungen an Nutzungskonzept, Monitoring und Rückbau. Die Bundesnetzagentur verweist in ihren Festlegungen zum EEG-Technologiebonus auf die DIN SPEC 91434; die Konformitätsbescheinigung ist damit der praktische Nachweis gegenüber Netzbetreiber, Behörde und Bank.
Die DIN SPEC 91434 unterscheidet zwei Anlagentypen. Kategorie I umfasst hoch aufgeständerte Anlagen mit einer lichten Höhe von mindestens 2,10 m, unter denen die Fläche bewirtschaftet wird; der Verlust landwirtschaftlich nutzbarer Fläche darf höchstens 10 % betragen. Kategorie II umfasst bodennahe Anlagen, bei denen zwischen den Modulreihen bewirtschaftet wird; hier sind bis zu 15 % Flächenverlust zulässig, dafür gelten Anforderungen an Reihenabstände und Durchfahrtsbreiten. Für beide Kategorien verlangt die Norm, dass der landwirtschaftliche Ertrag mindestens 66 % des Referenzertrags einer vergleichbaren Fläche ohne Anlage erreicht. Welche Kategorie zu einem Projekt passt, hängt von Kultur, Maschinenpark und Flächenzuschnitt ab; wir bewerten das in der Ersteinschätzung.
| Kriterium | Kategorie I (hoch aufgeständert) | Kategorie II (bodennah) |
|---|---|---|
| Lichte Höhe | mindestens 2,10 m | keine Mindesthöhe, Bewirtschaftung zwischen den Reihen |
| Max. Flächenverlust | 10 % | 15 % |
| Mindestertrag | 66 % des Referenzertrags | 66 % des Referenzertrags |
| Typische Systeme | feste Hochaufständerung, Tracker auf Pfosten | vertikal-bifaziale Reihen, niedrige Südaufständerung |
| Typische Kulturen | Obst, Beeren, Gemüse, Ackerbau mit angepasster Technik | Grünland, Ackerbau, Weidehaltung |
Flächenbilanz: Aus Lageplan und Aufständerungsdaten wird der Anteil der Fläche ermittelt, der durch Pfosten, Fundamente, Wege und Nebenanlagen dauerhaft nicht bewirtschaftbar ist. Nutzungskonzept: Der Betreiber beschreibt Kultur, Fruchtfolge, Maschinen und Arbeitsabläufe; die Bewertung prüft, ob das Konzept zur Anlagengeometrie passt. Ertragsnachweis: Für die geplante Kultur wird plausibilisiert, dass der Mindestertrag von 66 % erreichbar ist, bei Bedarf mit Verschattungsrechnung. Bewirtschaftbarkeit: Reihenabstände, Durchfahrtsbreiten und Wendebereiche werden mit den tatsächlichen Maschinenmaßen abgeglichen. Monitoring und Rückbau: Die Norm verlangt eine fortlaufende Dokumentation der landwirtschaftlichen Nutzung und ein Rückbaukonzept; beides wird in Bau- und Nutzungskontrolle überprüft.
Im EEG ist Agri-PV als besondere Solaranlage mit einem Technologiebonus in den Ausschreibungen und, für kleinere Anlagen, mit einer Vergütung außerhalb der Ausschreibung vorgesehen. Die Bundesnetzagentur hat festgelegt, dass die Anforderungen der DIN SPEC 91434 dafür erfüllt sein müssen; der Netzbetreiber verlangt den Nachweis in der Regel vor der ersten Vergütungszahlung. Baurechtlich sind Agri-PV-Anlagen bis 2,5 ha in bestimmten Lagen privilegiert; auch hier stützen sich Genehmigungsbehörden auf die Konformitätsbescheinigung. Für die GAP-Direktzahlungen gilt: Flächen mit Agri-PV bleiben nach den Vorgaben der GAP-Direktzahlungen-Verordnung grundsätzlich zu 85 % beihilfefähig, wenn die landwirtschaftliche Tätigkeit nicht erheblich eingeschränkt wird. Ob und in welchem Umfang Förderung und Privilegierung im Einzelfall greifen, entscheiden Netzbetreiber, Behörde und Landwirtschaftsverwaltung; unsere Bescheinigung liefert ihnen die fachliche Grundlage.
Die DIN SPEC 91492 behandelt PV-Anlagen auf Flächen mit Biodiversitätsnutzung und ist kein Agri-PV-Standard; der EEG-Technologiebonus für Agri-PV setzt die DIN SPEC 91434 voraus. Anlagen auf wiedervernässten Moorböden und Parkplätzen bilden eigene Kategorien besonderer Solaranlagen mit eigenen Nachweisen. Wer beide Nutzungen kombiniert, etwa Agri-PV mit Biodiversitätsstreifen, braucht die Konformitätsbewertung nach DIN SPEC 91434 für den landwirtschaftlichen Teil.
Die Kosten einer Konformitätsbewertung nach DIN SPEC 91434 liegen bei PV Siegel typischerweise im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich für die Konzeptprüfung; Bau- und Nutzungskontrolle werden als Festpreis je Termin kalkuliert. Entscheidend sind Anlagengröße, Zahl der Teilflächen und Kulturen sowie der Aufwand für Ertragsnachweise. Projektentwickler mit mehreren Vorhaben erhalten Rahmenvereinbarungen. Den Festpreis nennen wir in der kostenlosen Ersteinschätzung innerhalb von 48 Stunden; es gibt keine laufenden Gebühren außerhalb der Re-Audits alle drei Jahre.
Maßgeschneiderte Lösungen für jeden Bereich der Agri-PV Zertifizierung
Umfassende Zertifizierungsdienstleistungen für Projektentwickler. Von der ersten Planung bis zur finalen Abnahme begleiten wir Ihre PV-Projekte.
Wir unterstützen Sie in jeder Phase ihres Projekts und sind Ihr unabhängiger Agri-PV Prüfer für DIN SPEC 91434.
> 350 MW erfolgreich nach DIN SPEC 91434 zertifizierte Anlagen aller Größenordnungen

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Forschungskooperation mit der KU Leuven, gefördert durch die EU
(vor Baubeginn)
Bewertung des Nutzungskonzepts, Flächenbelegungsplan, Moduldesign
Dauer: <10 Werktage (Ersteinschätzung <48h)
(nach Errichtung)
Digitale Kontrolle zur Sicherstellung der Doppelnutzung
Dauer: <2 Werktage
(nach Bewirtschaftungsbeginn)
Digitale Kontrolle der tatsächlichen landwirtschaftlichen Nutzung. Oft kombinierbar mit 2.
Dauer: <2 Werktage
(alle 3 Jahre)
Digitale Re-Audits zur Sicherung der Zertifizierung & Förderfähigkeit.
Dauer: <2 Werktage
Alles Wichtige zur Zertifizierung nach DIN SPEC 91434 auf einen Blick
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Johannes Lamprecht
Experte Agri-PV
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